Systemarchitektur
Kein inkrementeller Fortschritt. Ein neues System.
DATUS hat den Operationstrakt nicht verbessert — wir haben ihn neu erfunden. Ausgangspunkt war die Frage: Was würde entstehen, wenn man einen Operationssaal heute, ohne historische Pfadabhängigkeit, von Grund auf entwickeln würde — mit dem Wissen aus Branchen, die ähnliche Probleme gelöst haben? Aus zum Beispiel der industriellen Automation haben wir Workflow-Prinzipien übernommen. Aus der Mikrobiologie die physikalischen Grundlagen der Keimkontrolle. Aus der Versicherungswirtschaft die Methodik, Risiken im OP gezielt durch Design zu eliminieren.
Das Ergebnis sind vier integrierte Systeme, die als Einheit wirken — nicht als Sammlung von Einzelmaßnahmen.
Effizienz ist kein Prozess.
Sie ist Architektur.
Konventionelle Operationstrakte versuchen, Effizienz durch unter anderem Schulungen, Protokolle und digitale Überwachung herzustellen. Diese Ansätze arbeiten gegen die physische Realität des Raums — nicht mit ihr. DATUS kehrt dieses Verhältnis um: Jede Bewegungssequenz, jede Übergabe, jede Rüstvorbereitung ist im physischen Design des Raums und seiner peripheren Systeme abgebildet.
Hinzu kommt eingebettete Robotik und Automatisierung für repetitive, nicht-klinische Prozesse — nicht als technologisches Beiwerk, sondern als strukturelle Entlastung des klinischen Personals.
Ergebnis aus dem Prototyp:
ca. +20–50%
Operationsdurchsatz¹
ca. -20 Min.
Wechselzeit pro Eingriff¹
ca. €0,5-1M
Kosteneinsparungen pro OP-Saal pro Jahr¹
0 Min.
operative Downtime während der Betriebszeiten
¹ Modellrechnung auf Basis von Durchschnittsannahmen
Wir reduzieren nicht nur Infektionen. Wir eliminieren die Bedingungen, unter denen sie entstehen.
Der Ansatz von DATUS zur aktiven Keimkontrolle geht weit über konventionelle Lüftung, Handdesinfektion und Sterilisationszyklen hinaus. Er basiert auf einem physikalischen Prinzip, das auf Art, Größe und Ladung der häufigsten Pathogenen im OP kalibriert ist.
Er ist nicht additiv — er ist substraktiv: Die Infrastruktur selbst wird zur primären Infektionsbarriere.
Ergebnis aus dem Prototyp:
ca. -70 bis -80%
Wundinfektionsrate²
² Im mehrjährigen Prototypbetrieb wurde in der orthopädischen Endoprothetik eine deutliche Reduktion der chirurgischen Wundinfektionsrate gegenüber KISS-Referenzdaten für vergleichbare Eingriffe gemessen. Die Daten wurden klinikintern erhoben; eine formale, protokollierte Vergleichsstudie nach KISS-Methodik im deutschen Versorgungskontext ist Teil der Pilotstudie am Universitätsklinikum-Partner.
Wenn ein Risiko nicht vorhanden ist, kann es nicht eintreten.
Das ist das Gründungsprinzip von DATUS — formuliert von Neurochirurg John Mangiardi nach jahrzehntelanger chirurgischer Praxis. Statt Sicherheit durch mehr Kontrollmechanismen, Checklisten und Monitoring herzustellen, reduziert DATUS die strukturelle unnötige Komplexität des Operationstrakts so, dass zahlreiche Risikokategorien physisch nicht mehr entstehen können.
Dieser Ansatz entlastet das klinische Personal, verbessert die Konzentration auf den Patienten und erhöht die Patientensicherheit — ohne zusätzlichen Schulungsaufwand.
Der Value-Cost-Trade-off ist kein Naturgesetz. Er ist eine Designentscheidung.
Konventionelle Operationstrakte entstehen durch Ausschreibungen, in denen Dutzende von Lieferanten Einzelkomponenten liefern — ohne systemische Integration. Das Ergebnis ist ein Trakt, dessen Teile nebeneinander existieren, aber nicht miteinander interagieren.
DATUS hat Komponenten und Systeme standardisiert, und Layoutvorlagen für den gesamten Operationstrakt festgelegt. Das Ergebnis: niedrigere Kosten bei höherer Systemleistung — ohne Kompromiss.
Wirtschaftliche Gesamtwirkung
Modellrechnungen auf Basis der Prototypdaten zeigen ein wirtschaftliches Potenzial in der Größenordnung von €1–3 Mio. zusätzlichem Bruttogewinn pro OP-Saal pro Jahr. Für ein Universitätsklinikum mit 15 OP-Sälen entspricht das einem Größenordnungs-Effekt von rund €15–45 Mio. jährlich — ein Vielfaches des Defizits, das viele deutsche Krankenhäuser heute ausweisen. Standortspezifische Modellierungen werden im persönlichen Gespräch erstellt.